Fußball für Kinder ab 8 Jahren: die 5 besten Bälle
Ob Größe 3 oder 4 gilt, steht in der Jugendordnung deines Landesverbands und nicht in einem Ratgeber. Und ab acht macht der Boden den Ball kaputt, nicht der Schuss.
7 Min. Lesezeitvon Patrick Schneider

Entwurf, und die Ergebnisse fehlen noch. Der erste Satz verspricht einen Test. Gekauft, über den Asphalt geführt und gewogen ist bisher kein Ball, und auch die Zahl im ersten Satz steht noch nicht fest. Wo ein Messwert hingehört, steht ein gestrichelt umrandeter Kasten mit dem Hinweis, was fehlt. Solange auch nur einer davon übrig ist, bleibt noindex gesetzt, und es steht kein Kauflink auf dieser Seite.
Im August 2026 habe ich Bälle getestet, um den richtigen Ball für meine F-Jugendkinder zu finden. Hier sind die Ergebnisse.
Die fünf Bälle
| Ball | Masseverlust nach Asphalt | Hülle: Material und Naht | Luft nach 28 Tagen | Nach hundert Schüssen |
|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | folgt | folgt | folgt | folgt |
| Platz 2 | folgt | folgt | folgt | folgt |
| Platz 3 | folgt | folgt | folgt | folgt |
| Platz 4 | folgt | folgt | folgt | folgt |
| Platz 5 | folgt | folgt | folgt | folgt |
| Gegenprobe: Erwachsenenball, Größe 5 | folgt | folgt | folgt | folgt |
Offen, Messung: Die Namen und alle Werte fehlen, und damit auch die Zahl im ersten Satz. Der Zeitplan hängt am Luftverlust: Zwischen dem Einkauf und der ersten vollständigen Tabelle liegen 28 Tage, die sich nicht verkürzen lassen, und der Asphaltdurchgang kommt danach. Dünn ist das Feld ausgerechnet für diese Stufe: In Größe 4 stehen bisher drei Bälle bereit, und zwei davon wiegen dasselbe.
Größe 3 oder 4? Das steht in einer Jugendordnung
Ein Achtjähriger spielt in aller Regel in der F-Jugend, den Jahrgängen 2019 und 2018. Der DFB ist dort eindeutig: Anhang IV der Jugendordnung nennt für die F-Junioren Größe 3 mit 290 Gramm und für die E-Junioren Größe 4 mit 350 Gramm, verbindlich seit der Spielzeit 2024/25. Eindeutig ist damit aber nur der Rahmen. Die Durchführungsbestimmungen schreiben die Landesverbände selbst, und drei davon sagen drei verschiedene Dinge.
| Wo | F-Junioren, 2019 und 2018 | E-Junioren, 2017 und 2016 |
|---|---|---|
| DFB, bundesweit | Größe 3, 290 g | Größe 4, 350 g |
| Bremen | Größe 3, 290 g | Größe 4, 350 g |
| Niedersachsen | Größe 3, 290 g | Größe 4, 290 oder 350 g |
| Hessen | Größe 3 oder 4, 290 g | Größe 4, 290 oder 350 g |
Hessen ist unter diesen dreien der einzige Verband, der in der F-Jugend die 4 überhaupt zulässt, und auch dort nur mit 290 Gramm. Ein 350-Gramm-Ball ist in der F-Jugend nirgends vorgesehen.
Frag also nicht, welche Größe richtig ist, sondern welche bei euch gespielt wird. Der Jugendleiter sagt es dir in einem Satz, nachzulesen ist es in den Durchführungsbestimmungen deines Landesverbands unter „Ballgrößen“. Was die Ziffer überhaupt beschreibt, steht unter Ballgröße.
Die vier Zeilen stehen im Anhang IV der DFB-Jugendordnung (Stand 21.08.2026), in den Durchführungsbestimmungen Kinderfußball des Bremer Fußball-Verbands für die Saison 2026/27, im Anhang 1 der Jugendordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes (Stand Juli 2026) und in den Allgemeinen Durchführungsbestimmungen des Hessischen Fußball-Verbands (Fassung 10.07.2026). Alle vier am 4. September 2026 im Wortlaut geprüft.
Und kauf die 4 nicht ein Jahr zu früh, damit sie länger hält. Der größere Ball ist der schwerere, und ein Kind, das ihn mit einem sauberen Schuss nicht vom Fleck bekommt, tritt fester. Diese Bewegung bleibt hängen. Dazu kommt, dass Größe 4 nicht eine Antwort ist, sondern zwei: Es gibt sie mit 290 und mit 350 Gramm, und auf der Packung steht darüber nichts. Mehr dazu unter Leichtball.
Ab acht entscheidet der Boden, nicht die Weichheit
Mit acht spielt ein Kind nicht mehr überwiegend auf Rasen, sondern auf dem Schulhof, auf dem Bolzplatz und in der Hofeinfahrt. Training ist zweimal die Woche, der Bolzplatz ist jeden Tag nach der Schule, und für den Bolzplatz ist kein Kinderball gebaut.
| Untergrund | Was er mit dem Ball macht |
|---|---|
| Rasen | schont. Nass macht er den Ball schwer |
| Kunstrasen | das Granulat arbeitet sich in die Naht und scheuert von innen |
| Asphalt, Beton, Schulhof | scharfkantige Körnung, trägt die Außenschicht ab |
Was einen Ball umbringt, ist selten der Schuss und fast immer die Reibung. Hundert Schüsse gegen eine Wand finden Naht und Ventil. Die Hülle findet nur der Asphalt. Deshalb wiegen wir jeden Ball vor und nach demselben Asphaltdurchgang. Abrieb ist Masseverlust, und in Gramm lässt er sich nachrechnen, in Adjektiven nicht.

Im Laden ist das keine Materialfrage: Jeder Kinderball aus dem Sportgeschäft hat eine PU-Hülle, PVC beginnt erst darunter beim Spielzeug. Was du tatsächlich mit kaufst, ist die Bauart, nämlich dicke Außenschicht und geschlossene Naht. Bei einem rein genähten Ball liegt der Faden frei und scheuert als Erstes durch.
Für Asphalt gibt es allerdings keinen passenden Kinderball. Für Kunstrasen schon, 290 Gramm in Größe 3 und ausdrücklich dafür ausgewiesen. Straßenbälle gibt es in Größe 4, aber mit 400 bis 450 Gramm, und zwar absichtlich: Das Gewicht dämpft den Sprung auf hartem Boden. Wenn zwei Bälle sein müssen, muss der zweite deshalb nicht neu sein.
Offen, Quelle und Messung: Der Asphaltdurchgang ist beschrieben und nicht gelaufen. Bis dahin steht hier keine Zahl zum Abrieb, und das abgebildete Exemplar belegt einen Zustand, keine Ursache. Der Satz, dass es im Sportsegment keine PVC-Kinderbälle gibt, stammt aus einer Marktsichtung und braucht die Sortimente von drei Vereinsausstattern und zwei Sportgeschäften, mit Datum. Dass es keinen Straßenball unter 400 Gramm in Größe 3 oder 4 gibt, lässt sich durch Suchen nicht beweisen: Vor der Veröffentlichung bei zwei Herstellern und einem Schulausstatter direkt anfragen. Ohne diese Auskunft heißt der Satz „uns ist keiner bekannt“ und nicht „es gibt keinen“.
Wie wir prüfen
Jeder Ball mit Platzziffer ist selbst gekauft und selbst gemessen. Keine Belegexemplare von Herstellern, keine Auswertung fremder Tests. Geprüft wird an acht Punkten, für diese Stufe so gewichtet:
| Was geprüft wird | Womit | Anteil |
|---|---|---|
| Abrieb am Untergrund | 200 m Dribbling und 50 Pässe auf derselben Asphaltfläche, davor und danach wiegen | 20 % |
| Luftverlust | Aufpumpen, messen an Tag 0, Tag 7 und Tag 28 | 20 % |
| Gewicht, nachgewogen, gegen die Angabe gehalten | Küchenwaage mit Gramm-Auflösung, dreimal, Mittelwert | 15 % |
| Wasseraufnahme | Trocken wiegen, zwanzig Minuten ins nasse Gras, abtropfen, wiegen | 15 % |
| Naht und Ventil | Hundert Schüsse aus fünf Metern gegen eine Wand, danach Sichtprüfung | 15 % |
| Preis im Verhältnis | Preisspanne mit Monat und Jahr, gegen die übrigen Punkte gehalten | 10 % |
| Härte | Rücksprung aus einem Meter auf dieselbe Platte | 5 % |
Die zwanzig Prozent auf den Abrieb sind diese Seite in einer Zahl. Beim Dreijährigen entscheidet die Härte, beim Fünfjährigen das Gewicht, hier der Boden.
Nicht geprüft wird die Verletzungsgefahr, denn ein weicherer Ball macht das Spiel nicht sicher. Der Abriebwert gilt für diese Bälle auf dieser Fläche und ist kein Satz über Materialien im Allgemeinen. Und kein Kind ist Testperson.
Das Geschenk in Größe 5, und warum es liegen bleibt
Die eine Fehlentscheidung, die keine Kaufberatung verhindert, trifft meistens jemand anderes: der Markenball in Größe 5, geschenkt mit der Begründung, dann gewöhne sich das Kind gleich dran.

Er kostet das Mehrfache, ist zu groß und deutlich zu schwer, und das Kind legt ihn zum Angeben in die Ecke und spielt mit dem alten weiter. Genau deshalb läuft ein Größe-5-Ball als Gegenprobe mit: damit in der Tabelle die gewogene Zahl steht und nicht die Behauptung.
Offen, Erfahrung: Zu diesem Exemplar fehlt, was es zum Beleg machen würde: wie lange es gespielt wurde und auf welchen Böden. Ohne beides zeigt das Bild einen abgespielten Ball und belegt keine Ursache.
Zum Kopfball steht hier fast nichts
Mit acht wird im Training zum ersten Mal geköpft, und die Frage, was Ballgewicht und Druck dabei bedeuten, liegt nahe.
Sie ist sportmedizinisch und keine Prüffrage. Eine Waage und eine Asphaltfläche beantworten sie nicht, und wir beantworten sie deshalb nicht. Das ist der unbefriedigendste Absatz dieser Seite, und er bleibt trotzdem stehen, weil die Grenze zum Inhalt gehört.
Worauf es in welchem Alter ankommt
| Alter | Größe | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| 3–4 Jahre | 3 | Der Druck. Derselbe Ball wie eine Stufe höher, nur mit 0,2 bis 0,3 bar aufgepumpt |
| 5–7 Jahre | 3 | Das Gewicht. Hier wird zum ersten Mal geschossen, und hier lohnt der Leichtball am meisten |
| ab 8 Jahren | 3 oder 4, je nach Verband | Der Untergrund und der Größenwechsel. Ab hier ist der härtere Ball ein Argument |
| ab 9 Jahren | 4, mit 290 oder 350 g | Haltbarkeit. Der Bolzplatz entscheidet, nicht die Weichheit |
Die beiden unteren Zeilen sind dieselbe Seite, und das ist Absicht: Ob daraus zwei werden, hängt daran, ob sich 290 und 350 Gramm in Größe 4 messbar verschieden verhalten. Alle Bälle über alle Stufen stehen auf der Übersicht der geprüften Bälle.
Was als Nächstes kommt
Der Ball hält jetzt ein Jahr, die Schuhe nicht. Ein Kinderfuß wächst im Jahr ein bis zwei Größen, und Nocken, Multinocken und Halle sind drei Sohlen für drei Böden. Woran du das entscheidest, steht mit den Schienbeinschonern in Kapitel 06 des Elternleitfadens.
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