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Kinderfußball.de

Minitor

auch Mini-Tor, Minitore, Mini-Tore, Kindertor, Funino-Tor

Das kleine Tor der jüngsten Jahrgänge, aufgestellt zu viert statt zu zweit. Sein Höchstmaß ist zugleich das einzige Tormaß, das der DFB für den Kinderfußball überhaupt festlegt.

Ein Minitor steht frei auf dem Feld, ist etwa hüfthoch und wiegt wenig genug, dass zwei Kinder es tragen können. Es kommt selten allein: In den Spielformen der G- und der F-Jugend stehen vier davon auf einem Feld, zwei je Mannschaft, und ein Torwart steht in keinem.

Es ist das einzige Tor im Kinderfußball, für das eine Zahl in einer Ordnung steht. Anhang IV der DFB-Jugendordnung nennt ein Höchstmaß von 2,0 mal 1,2 Metern. Höchstmaß heißt: kleiner ist erlaubt, größer nicht. Eine vorgeschriebene Größe ist das nicht, und wie weit die Wirklichkeit darunter liegt, sieht man beim Fußballverband Rheinland: Der empfiehlt für Bambini und F-Junioren 1,20 mal 0,75 Meter, also nicht einmal die halbe Fläche des erlaubten Höchstmaßes.

Ein verzinktes Minitor aus Aluminium-Vierkantprofil mit grünem Netz steht frontal auf dem Rasen, die Pfosten auf einer weißen Feldlinie. Im Tor liegt hinten an der Bodenstange ein rot-weißer Fußball der Größe 4 mit dem lesbaren Schriftzug Derbystar. Im Hintergrund eine Werbebande.
Ein Minitor, wie es wirklich dasteht: 1,20 mal 0,80 Meter, auf der Linie eines Kleinfelds. Der Ball darin hat Größe 4. Aufgenommen am 3. September 2026 auf dem Fußballplatz Oberstedten.

Ein wirkliches Tor liegt zwischen beiden Zahlen. Das oben abgebildete misst 1,20 mal 0,80 Meter, fünf Zentimeter höher als die Empfehlung aus dem Rheinland und weit unter dem Höchstmaß des DFB. Erhoben ist damit nichts. Es ist ein Platz, und die Zahl ist die Angabe des Besitzers, denn auf dem Tor selbst steht keine. Die Größenordnung zeigt sie trotzdem: Der Ball im Bild hat Größe 4 und füllt ein gutes Sechstel der Torbreite.

Für die größeren Tore steht in Anhang IV keine Zahl. Womit die E-Jugend spielt, steht deshalb nicht in der Jugendordnung, sondern in den Durchführungsbestimmungen der Landesverbände, und dort heißt es Jugendtor. Was daraus folgt, steht beim Kleinfeldtor.

Warum es vier sind und nicht zwei, ist der ganze Gedanke hinter der Spielform. Zwei Tore je Mannschaft lassen sich zu dritt nicht beide zustellen, und deshalb muss ein Kind den Kopf heben und entscheiden, wohin es geht. Ausführlich steht das unter Funino.

Im Verein ist das Minitor vor allem eine Frage des Bestands. Wer eines braucht und keines hat, spielt eben nicht in der vorgesehenen Form, und daran hängt mehr als am Regelwerk. An einem fremden Sportgelände lässt sich in dreißig Sekunden abzählen, wie ernst der Verein den Kinderfußball nimmt: Man sieht, wie viele Minitore herumstehen oder am Zaun hängen.

Offen, Quelle: Geprüft ist die Fassung vom 01.06.2025. Ob die Fassung vom 21.08.2026 an dieser Stelle dieselbe Zahl nennt, ist noch nicht gegengelesen. Für die kleinere Bauart liegt bisher ein Landesverband vor, das Rheinland; ob andere eine andere Zahl empfehlen, ist offen. Vor der Veröffentlichung mindestens drei Landesverbände nebeneinanderlegen, mit Abfragedatum. Welche Maße der Handel führt, ist weiter offen. Das abgebildete Tor ist ein einzelnes Beispiel, und seine 1,20 mal 0,80 Meter sind bezeugt und nicht nachgemessen.

Zuletzt geprüft am 2. September 2026, Quelle: DFB-Jugendordnung, Anhang IV, Teil 1, Fassung vom 01.06.2025, am 28.08.2026 im Volltext geprüft: Höchstmaß 2,0 mal 1,2 Meter. Zur kleineren Bauart: Fußballverband Rheinland, „Kinder- und Juniorenfußball im Rheinland“, Stand Oktober 2023, am 02.09.2026 geprüft, für Bambini und F-Junioren „Torgröße: Empfehlung 1,20 m x 0,75 m“. Landesverbände weichen in einzelnen Punkten ab. Im Zweifel gilt die Ordnung deines Verbands.

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